Urlaub 2010


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Das Mittelmeer und die Ostsee waren in diesem Jahr unsere Ziele. Das bedeutete unter anderem einige Kilometer für unseren Caravan und seinem Zugesel. Alle haben durchgehalten, es war manchmal eine Zumutung aber es war insgesamt wieder traumhaft. Immer wieder empfehlenswert.

Diesmal haben wir unsere Aufenthalte unterteilt in Themenurlaub und Erholungsurlaub und was die bereithielten, daß ist unten dargestellt.

Autobahn

Themenurlaub Côte d’Azur und Blumenriviera

Wie vollmundig wird die "Blaue Küste" und die Blumenriviera in den Reiseberichten und Katalogen der Reisebüros angepriesen. Uns war klar, wenn wir diese Richtung einschlagen und wir unser begrenztes Zeitlimit für derartige Unternehmungen einhalten wollen, dann kommt was auf uns zu. Nun dann lassen wir uns überraschen und starten nach Süden zu unseren Zielen.
Bekannt war uns schon, daß auch in Richtung Oktober, November das Thermometer in den südlichen Regionen, eine andere, wärmere Sprache spricht. Mit diesem Wissen starteten wir über Bayern, Österreich, vorbei an idyllischen Dörfern in Hanglage in den Alpen. Immer gepflegt, von den Häusern bis zu den endlosen Wiesen, die bis zu einer bestimmten Höhe wachsen, bis die kalten Felsen selbst den Bäumen das Wachsen verbieten. Schon der farbliche Unterschied, die Komposition von satten Grün zum grauen Gestein bis hoch zu den weißen, schneebedeckte Wipfeln der 2000er, die miteinander um das Erreichen der dreitausender Höhenmarke wetteifern. Insgesamt sind diese Bilder schon die Reise wert, Natur kann so schön sein. Aber es gibt keinen Aufenthalt, weiter geht es und immer weiter südlicher. Vorbei an Raststätten, durch Tunnel ohne Zahl, das Mittelmeer ruft!
Über den Brenner führt uns die Reise nach Südtirol, die Gegend, welche sich kaum unterscheidet von der österreichischen Landschaft in den Alpen. Doch halt, die Berge schützen das dortige Gebiet von der kalten Nordluft und läßt schlagartig auf der anderen Gipfelseite den Zustrom subtropischen Klimas ungehindert zu. Der Unterschied schon allein des Bewuchses ist deutlich zu sehen, große Anbaufelder von Äpfeln und anderen Köstlichkeiten sind hier möglich und lassen sogar mehrfache Ernten im Jahr zu. Mitten drin die Hauptstadt Bozen, die durch die Autobahn zerschnitten wird und voller Leben ist. Aber weiter geht's und immer weiter.
Je mehr man sich dem ersten Ziel, dem Gardasee, nähert, um so mehr hat man das Gefühl der Wärme und das trügt nicht. Palmen und andere, tropische Gewächse sind ein ständiger Begleiter und flitzen an der Windschutzscheibe vorbei, ein Bild für die Götter.

1. Ziel erreicht: der Gardasee

Glasklares Wasser, Pinien, Palmen, hohe Berge, südländisches Klima, eine fremde Sprache, andere Sitten. Hier wird erst Mal durchgeatmet und der Diesel hat nun ebenfalls Ruhepause. Genießen und Staunen ist angesagt.
Bisher haben die Kataloge recht.

Nächstes Ziel: Monaco

Monaco

Das Fürstentum gehört natürlich in unsere Besichtigungstour. Als erstes besuchten wir dort einen Kakteengarten der besonderen Art. Wie viele Städte entlang der Mittelmeerküste, so ist auch das Fürstentum an die Felsen gebaut. Der Ort ist voller Bautätigkeiten und platzt aus allen Nähten. Modernes, Teures und Geschichtliches finden hier Platz. Leute mit Rang und Namen haben hier ein Domizil, allein ein Jachtliegeplatz kostet hier 1000 €/Tag, dazu kommen noch die Kosten für die Wachmannschaften.

Weiter nach Nizza (F)

Nizza

Vom Gardasee geht die Reise weiter zur Blauen Küste, speziell nach Nizza. Entlang von Bergen und Tälern bis hin zum klimaschützenden Gebirgsmassiv, was die relativ hohen Temperaturen garantiert. Wenn man die Provence in Frankreich durchfährt kann man eine unendliche Schönheit der Landschaft bewundern, das satte Grün und die zerklüfteten Felsen, das ist eine einmalige Paarung. Schon dieser Landstrich ist eine Reise wert. Hat man die Gipfel der Berge erklommen, versetzt es einem die Sprache, am wunderschönen Mittelmeer liegt die große Stadt Nizza, umgeben von herrlichsten Blau des Himmels. Das verschiedene Blau des Mittelmeers, wie oben zu sehen ist, ist keine Retusche des Fotos, das ist echt. Der ganze Eindruck ist nicht zu beschreiben und ringt jedem ein Ton des Erstaunens ab. Die berühmten Maler des Mittelalters konnten diesen Anblick nicht besser darstellen.

Ab geht's nach Rapallo, einer altehrwürdigen Stadt in Italien

Rapallo    Datei:Rapallo-Stemma.png

Rapallo liegt in der Nähe von Genua. Hier atmet Geschichte, jede Gasse, jeder Stein ist Zeuge von Kultur, auch diese Stadt ist eigentlich eine eigene Reise wert. Das geschäftige Treiben der Händler muß man erlebt haben. Gassen und Straßen werden zu Lebensmittelpunkten und die Italiener reden und reden und....

Ab nach Portofino

Portofino

Portofino war einmal ein kleines Fischerdorf auf dieser Insel bevor der Tourismus einsetzte. Hier leben noch rund 500 Einwohner. Eine Festung, eine Kirche und ein Friedhof nach original italienischer Art ist hier zu bewundern. Die Leute hier leben ausschließlich vom Tourismus. Hotels, Gaststätten und Souvenirs ermöglichen diese Einnahmen. Zum Beispiel kostet hier eine Eiskugel satte 3 €. Man muß es gesehen haben. Die Überfahrt mit dem Schiff kostet 15 €/Person hin und zurück.

Letzte Station: Milano

Mailand

Die Mailänder Scala und der Dom sind die typischen Merkmale für diese von Industrie geprägten Stadt. Klar, man muß den Dom gesehen haben aber Vorsicht, die Stadt und hier vor allem die Außenbezirke, sind alles andere als schön. Fast das gesamte Stadtgebiet wird von einer stehenden Blechlawine beherrscht, unendlich viele Autos parken auf den unmöglichsten Stellen. Tief- und Hochgaragen sind bei der Stadtplanung nicht berücksichtigt worden, Häuser werden zum Teil nicht gepflegt und erinnern eher an Betonsilos.
Das Gleiche gilt für solche Städte wie Genua, welche ausgesprochen häßlich aussehen.
Hier würden wir keine unbedingte Empfehlung zum Besuch abgeben.

 

Zum Kulinarischen:

Natürlich wurde auch die Nationalspeise der Italiener probiert, die Pasta. Das Essen ist wirklich empfehlenswert, genau wie der Wein, welcher in unendlichen Sorten angeboten wird.
Anders verhält es sich mit dem Bier. Nicht nur, daß 0,66 l in der Flasche nicht unter 1,90 € im Supermarkt und 0,4 l ca. 4 € im Lokal kosten, nein, beim probieren dieses Getränks schüttelt es den Hund in der Hütte. Selbst ein Wechsel der Biersorte bringt da nichts. Es kann ja sein, daß die Italiener diesen Hopfenblütentee für andere Zwecke nutzen als zum trinken aber dann müßten sie das auch mittels Hinweis kennzeichnen.